Indigenes

Ritual
nepalesisches Ritual in ungewohnter Umgebung

Am 14. 04. 02 hatte ich Gelegenheit, an einem Seminar über nonverbale Hypnose, mit indigenen Schamanen aus Nepal, in Köln teilzunehmen.

Das Team um den Leiter des shamanistic studies & research center, Mohan Rai, gab eine Einführung in schamanisches Arbeiten in Nepal.

Nonverbal war die Arbeit in der Tat, da die jeweils arbeitenden Schamanen kein Wort Englisch, geschweige denn Deutsch sprachen. Hypnose ist hier gleichzusetzen mit dem schamanischen Bewußtseinszustand, in welchem Informationen beschafft werden und natürlich auch schamanisch gearbeitet wird.

Vor den Schamanen auf dem Boden befand sich das „Handwerkszeug“: ausschließlich natürliche Materialien als Symbol für die Elemente, sowie die initiierten Spezialwerkzeuge wie z.B. der Furpa, ein dreischneidiger Holzdolch mit drei Zonen als Symbol für die drei Welten.

Die Kollegen aus Nepal führten zunächst ein Reinigungsritual durch, um das passende Umfeld, einen geschützten Rahmen für ihre Arbeit zu kreieren, und ihre Geister und Verbündeten zu rufen.

http://www.himalayanshamans.com/
nepalesischer Schamane

Anschließend wurden die ca. 40 Anwesenden gefragt ( Mohan Rai spricht Englisch ) ob sie sich auf eine schamanische Einzelarbeit einlassen wollten. Fast alle erklärten sich interessiert.

Die nun folgenden schamanischen Sitzungen bestanden aus Check – Reisen, also der „Diagnose“, einer energetischen Reinigung, Extraktionen wo nötig und der ein oder anderen Seelenrückholung. Bei manchen Sitzungen reiste ich diskret mit und konnte so einen Eindruck der sehr individuellen Arbeit gewinnen.

Der für mich persönlich interessanteste Aspekt war die Tatsache, daß indigene Schamanen im Prinzip nichts anderes tun als der „Neoschamane“ in unseren Gefilden. Die Werkzeuge mögen andere sein, die Rituale folgen den entsprechenden Traditionen, die benutzten Kraftlieder klingen anders; aber die basale Vorgehensweise ist doch fast identisch.

Schamanin-solo
nepalesische Schamanin

Meine eigene Sitzung war für mich sehr aufschlußreich. Der Schamane begann seinen Check, äußerlich an das Fühlen des Pulses erinnernd, hatte Schwierigkeiten mich zu „sehen“, konsultierte Mohan Rai, der mir dann mitteilte, mit mir wäre etwas nicht in Ordnung. Er sähe nur einen Menge Geister. Ich teilte ihm mit, daß ich auch schamanisch arbeite, und in einer solchen Situation natürlich nicht ohne Schutz unterwegs sei. Wir kamen überein, gemeinsam im Sinne einer rituellen Reinigung zu reisen.

Für mich eine Bestätigung meines schamanischen Tuns auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ein Ausdruck der respektvollen Dissoziation.

Abschließend folgte ein Ritual der Verabschiedung der „Kräfte“ die man rief und der Auflösung des Schutzraums.

Die Adresse des Instituts: www.himalayanshamans.com/