Schamanismus hat
in unserer heutigen westlichen Welt fast keine Tradition. Es ist der
Verdienst des amerikanischen Anthropologen Michael Harner, bei traditionellen,
indigenen Kulturen den Schamanismus kennengelernt, und daraus den sogenannten
Core - Schamanismus ( Kern - Schamanismus ) destilliert zu haben.
Kulturbereinigt
tut der Schamane auf der ganzen Welt nichts anderes als drei allerdings
differenzierte Dinge:
- Er entfernt negative
Energien, oft als körperfremde Eindringlinge wahrgenommen, er fegt
quasi die Aura
- Er scannt die
nichtalltägliche Wirklichkeit nach verlorenen Seelenteilen und
bringt sie zurück
- Er ist visionär
auf der Suche nach Informationen um seinen Klienten zu beraten.
Um dies leisten
zu können, bedient er sich eines veränderten Bewußtseinszustandes.
Diesen erreicht er durch einen tranceinduzierenden Rhythmus von ca.
240 Schlägen einer Trommel oder einer Rassel.
In dieser Trance
betritt er die sogenannte nichtalltägliche Wirklichkeit ( NaW ),
die aus didaktisch - methodischen Gründen zunächst in eine
untere Welt
mittlere Welt
obere Welt
gegliedert wird.
Die genannten Welten
sind sehr viel älter als das Christentum und haben nichts mit Himmel
oder Hölle zu tun. Mit zunehmender Praxis erschaut man eine nichtalltägliche
Geographie, die an Komplexität nichts zu wünschen übrig
läßt. Um nicht suggestiv zu wirken, schlage ich vor, sich
selbst ein Bild zu machen.
Bevölkert sind
die verschiedenen Welten von Helfern , Krafttieren, Lehrern, Spezialisten
für alles Mögliche, nennen wir sie spirits.
Der Schamane trägt
seinen ( sehr persönlichen ) Verbündeten sein Anliegen vor,
und agiert mit Hilfe seiner spirits um sich selbst und seinem Klienten
zu helfen, oder auch nur Informationen zu sammeln, die dem Tagesbewußtsein
in aller Regel verschlossen zu sein pflegen.