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Der Stadtschamane

Der Stadtschamane betreibt Schamanismus in der Stadt.

Zu simpel?

Veränderte Bewußtseinszustände gibt es in unserer zivilisierten Welt ständig. Denken Sie an Tagträume, Meditationen, Beten, Stress usw. Während das Beten oder auch Meditation aktiv gewollt sind, Stress eher weniger, gehört doch ein gewisses passives Geschehenlassen dazu, seinen Bewußtseinszustand zu verändern. Erzwingen einer Trance, verstandesmäßiges Konzentrieren auf diesen Zustand erschweren das Vorhaben in nicht unerheblicher Weise.

Einen veränderten Bewußtseinszustand hervorzurufen bedarf es keinerlei besonderer äußerer Umstände wie Wildnis, giftiger Planzen, synthetischer Drogen oder ähnlichem.

Lediglich ein tranceinduzierender Rhythmus von ca. 240 Schlägen / Minute ist am Anfang hilfreich. Produziert von einer Trommel, Rassel oder einem Metronom.

Dies ist keine esoterische, schwärmerische Behauptung. Eine signifikante Veränderung der EEG – Frequenzen unter Einfluß dieser Rhythmik wurde an mehreren Universitätskliniken nachgewiesen.

Den veränderten Bewußtseinszustand zu erreichen ist eine Sache, was man damit anfängt eine andere. Erforschung seiner selbst mittels geeigneter Fragen, die man in die Trance transportiert, wären eine Möglichkeit. Die Analyse irgendwelcher Probleme, Stichwort Weltfrieden, und was kann ich dazu tun, ist nur eine von vielen weiteren Alternativen.

Ich nenne den veränderten Bewußtseinszustand analog der Werkimmanenz die “ schamanische Reise“. Und die funktioniert „natürlich“ auch in der Stadt.

Es spricht übrigens nichts dagegen, sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen.

Autofahren und Tätigkeiten, die Ihre volle Konzentration erfordern, sind während einer schamanischen Reise kontraindiziert.

© 2010 by Lancelot